Im Zelt der Nationen setzen wir unsere Reise fort, getragen von Glauben, Beharrlichkeit und tiefem Vertrauen in Gottes Führung, selbst inmitten von Ungewissheit und anhaltenden Herausforderungen. Jeder Tag fordert uns zu Geduld und Standhaftigkeit auf. Wir haben immer noch keine Antwort auf die Neuregistrierung unseres Landes erhalten. Die ständigen Verzögerungen scheinen darauf abzuzielen, uns zu erschöpfen und uns das Gefühl zu geben, dass es keinen Ausweg mehr gibt. Wir geben die Hoffnung nicht auf, sondern bleiben stark und glauben, dass die Gerechtigkeit siegen wird.
Wie Sie wissen, hat der Oberste Gerichtshof entschieden, dass Straßen, die illegal auf dem Privatbesitz von TON gebaut wurden, entfernt werden müssen. Wir haben vor dem Obersten Gerichtshof geklagt, um dieses Urteil durchzusetzen. Wir haben vor kurzem erfahren, dass die für den 18. März angesetzte Anhörung auf November verschoben wurde. Diese Verzögerung lastet schwer auf uns, dennoch vertrauen wir weiterhin auf Gott und die Macht der Gerechtigkeit.
Die Realität im Tent of Nations ändert sich schnell. Der Außenposten neben dem Bauernhof wird immer größer. Jeden Tag arbeiten schwere Maschinen direkt neben unserem Zaun. Es werden neue Fakten geschaffen, und der Druck auf das Land und unsere Präsenz wächst. Das neue Landgesetz, das sie umzusetzen versuchen, droht das Leben für viele Menschen noch schwieriger zu machen und könnte Familien von dem Land vertreiben, das sie seit Generationen ernährt hat.
Es gibt Momente, in denen sich die Last überwältigend anfühlt. Unser Glaube erinnert uns jedoch daran, dass wir nicht allein sind. Die Gewissheit, dass Gott in diesem Kampf mit uns geht, gibt uns die Kraft, weiter daran zu glauben, dass Gerechtigkeit und Wahrheit siegen werden.
In den letzten Tagen haben uns die Entwicklungen in unserer Region wieder einmal vor Augen geführt, wie zerbrechlich das tägliche Leben sein kann. Wir sind jedoch weiterhin davon überzeugt, dass Kriege, Hass und Spaltung nicht das letzte Wort haben dürfen. Unsere Hoffnung gründet sich weiterhin auf den Glauben, dass Gerechtigkeit, Frieden und Menschenwürde stärker sind als Angst und dass das Leben stärker ist als der Tod.
Wir tun weiterhin, was wir können, um unsere Hoffnung am Leben zu erhalten und das Land zu pflegen. Fünf Freiwillige sind derzeit auf der Farm. Ihre Anwesenheit in dieser sehr schwierigen Zeit bringt Energie, Ermutigung und Solidarität.
Wir beten und arbeiten weiter für den Tag, an dem unsere Region in wahrer Gerechtigkeit, Frieden und Würde leben kann. Bis dieser Tag kommt, werden wir weiterhin alles tun, was wir können. Unsere Arbeit ist in der Überzeugung verwurzelt, dass das Land ein heiliges Geschenk ist, das uns anvertraut wurde. Auch wenn sich die Umstände um uns herum ändern mögen, bleibt unsere Berufung dieselbe: ein Zeugnis der Widerstandsfähigkeit, der Würde und des Mitgefühls abzulegen.
Wir schöpfen Kraft aus dem Gebet, aus der Solidarität unserer Freunde und aus der tiefen Hoffnung, die wir in unseren Herzen tragen. Diese Hoffnung lässt uns vertrauensvoll in die Zukunft blicken, in dem Glauben, dass selbst in den dunkelsten Momenten neues Leben wächst.
Danke, dass Sie für uns beten und uns zur Seite stehen, während wir weiterhin die Saat der Hoffnung säen. Danke, dass Sie uns auf dieser sehr langen Reise für Gerechtigkeit mit Glauben, Liebe und Hoffnung begleiten.
Segen und Salaam,
